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Osteopathische Behandlung

Ein guter Osteopath kennt nicht nur seine Möglichkeiten, sondern beachtet auch Grenzen der Behandlung. Regelmäßige Fortbildungen sowie eine kritische Selbstkontrolle sind deshalb ein fester Bestandteil der osteopathischen Behandlung.

Nach einer ausführlichen Anamnese beinhaltet die osteopathische Behandlung insbesondere eine umfassende manuelle Untersuchung, Diagnostik, Therapie und Prävention von Funktionsstörungen. Darunter versteht der Osteopath Dysfunktionen in allen Systemen des Menschen. Das sind das muskuloskelettale System (parietal), die inneren Organe (viszeral), biophysikalische Prozesse sowie das periphere und zentrale Nervensystem (kraniosakral). Ziel der osteopathischen Behandlung ist es, Funktions- und Bewegungseinschränkungen zu finden und zu beseitigen. Der Osteopath erkennt in allen Funktionsabläufen des Organismus einen Bewegungsausdruck.

Osteopathen beziehen alle bisher erhobenen medizinischen Befunde in ihre Behandlung ein. Aus medizinischer Sorgfalt veranlassen Osteopathen weitere Untersuchungen, wenn nach der osteopathischen Untersuchung wichtige Fragen offen bleiben. Bei einer osteopathischen Untersuchung werden die oberflächlichen und auch die tiefliegenden Gewebe mit ihrer Funktion ertastet. So werden Bewegungseinschränkungen und Spannungen aufgespürt und nach speziellen osteopathischen Prinzipien behandelt.

In einer osteopathischen Behandlung werden typischerweise verschiedene Systeme/Modelle kombiniert: Biomechanik (mit Ähnlichkeiten zur Chiropraktik/manuellen Medizin), Metabolisches System (Atmung, Kreislauf, Organe/Viszerales System), neurologisches System/Modell (craniosacrales System), biopsychosoziales Struktur-Funktions-Modell, bioenergetisches Modell. Die gewählte Kombination wird an die Differentialdiagnose, Begleiterkrankungen, andere Therapieschemata und das Ansprechen des Patienten auf die Behandlung angepasst.

Eine osteopathische Behandlung zeichnet sich durch die Beachtung komplexer Muster im Zusammenhang aller menschlichen Prozesse aus. Diese Art zu arbeiten ist zeitintensiv, weswegen osteopathische Behandlungen mindestens 30 Minuten dauern.